Ihr seid gefragt!

An dieser Stelle findet Ihr alljährlich im Frühsommer einen Aufruf, Euch einzubringen. Auch die Ergebnisse der Mitmach-Aktionen sind hier veröffentlicht.

Zeitzeuginnen & Zeitzeugen gesucht!

Die Mauer auf Berliner Friedhöfen 1961-89

Fast 30 Jahre lang konnten einige Friedhöfe in Berlin nur unter strengen Auflagen oder gar nicht mehr besucht werden.

Wie ist es den Menschen ergangen, die hier ihre Liebsten begraben hatten? Wie und wo wurde getrauert? Welche Erlebnisse und Begegnungen gab es trotz – oder gerade wegen der Mauer?

Wir suchen Geschichten (egal ob erzählt oder geschrieben, kurz oder lang), Fotos und Briefe zu den Auswirkungen der Berliner Mauer auf Hinterbliebene und Friedhofsbesucherinnen und -besucher.

Der diesjährige Tag des Friedhofs findet am 13. September 2026 auf den Friedhöfen an der Liesenstraße statt. Hier wollen wir die Zeitzeugnisse vorstellen.

Kontakt & Einsendungen bis zum 1. Juli 2026

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meinfriedhof@stattbau.de

+49 (0) 30 69081 121

STATTBAU GmbH, Hermannstr. 182, 12049 Berlin

Ost-Berliner, die den St.-Hedwigs-Friedhof an der Liesenstraße aufsuchen, werden von Grenzpolizisten kontrolliert und überwacht, 26. November 1961. (Foto: Polizeihistorische Sammlung des Polizeipräsidenten in Berlin)

Weitere Infos zu den Friedhöfen an der Liesenstraße zu Mauerzeiten

Zwischen 1961 und 1989 war der Zugang zu den drei südlich gelegenen Friedhöfen an der Liesenstraße – dazu zählen der Domfriedhof I, der Alte Domfriedhof St. Hedwig und der Französische Friedhof II – nur noch über einen kleinen Eingang in der Wöhlertstraße und unter strengen Auflagen möglich. Zahlreiche Gräber wurden für den Bau der Mauer abgeräumt. Der nördlich der Liesenstraße gelegene Dorotheenstädtische Friedhof II wurde durch den Mauerbau von seiner Gemeinde getrennt.

Ein Blick zurück

Hier findet ihr Eindrücke und Ergebnisse der früheren Mitmach-Aktionen. In den vergangenen Jahren gab es Foto- und Geschichtenwettbewerbe, Umfragen und Interviews. Viel Spaß beim Stöbern!

Prosa & Lyrik rund um Friedhöfe, Tod und Trauer

Zwischen dem 30. April und dem 14. Juli 2025 haben uns mehr als 50 berührende, fantasievolle, anregende und schöne Gedichte und Geschichten erreicht. 16 dieser Texte wurden ausgewählt und am Tag des Friedhofs, dem 14. September, ausgestellt und vorgelesen. Herzlichen Glückwunsch an die Autorinnen und Autoren!

Die ausgewählten Beiträge und weitere sind hier veröffentlicht.

Friedhofsgespräche 2024

Nach drei Jahren Fotowettbewerb sind wir 2024 mit Euch ins Gespräch gekommen! Dafür waren wir Mitte Juli des Jahres auf dem Alten St. Thomas Friedhof, dem Alten St. Michael Friedhof (beide in Neukölln), dem Sophien II-Friedhof in Mitte und dem Georgen-Parochial-Friedhof I in Prenzlauer Berg und haben über 30 Gespräche mit Friedhofsbesuchenden geführt. Außerdem gab es zwischen Juni und September eine Umfrage hier auf der Webseite.

Die Ergebnisse der Gespräche und eine Zusammenfassung der Umfrage könnt Ihr nun hier sehen. Wir danken allen Gesprächspartnern und Gesprächspartnerinnen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen!

Die schönsten Bilder der Fotowettbewerbe 2021 - 2023 könnt Ihr nach wie vor weiter unten auf dieser Seite sehen.

...und wo sie stattgefunden haben

  • Alter St.Thomas Friedhof, Hermannstraße 180 in Berlin-Neukölln

    Der Alte St.Thomas Friedhof wurde 1865 als Alleequartierfriedhof angelegt. Eine historische Platanenallee säumt den Hauptweg. Neben der Friedhofskapelle befindet sich eine ehemalige Leichenhalle, die seit 2018 das Friedhofscafé „21gramm“ beherbergt.

    Zu den Besonderheiten des Friedhofs gehören Gräberfelder der Alevitischen Gemeinde und der Syrisch-Orthodoxen Kirche.

  • Alter St.Michael Friedhof, Hermannstraße 191 in Berlin-Neukölln

    Der Alte St. Michael Friedhof wurde 1863 an der heutigen Hermannstaße angelegt. Er ist einer von neun katholischen Friedhöfen in Berlin.

    Eine Besonderheit des Friedhofs ist, dass hier seit einigen Jahren Bestattungen nach muslimischem Ritus erfolgen.

  • Friedhof Sophien II, Bergstraße 29 in Berlin-Mitte

    Der Friedhof Sophien II wurde 1827 eröffnet und steht heute unter Denkmalschutz. Dahier viel bekannte Musiker bestattet sind, wird er auch ‚Komponistenfriedhof‘ genannt.

    Sein Haupteingang liegt an der Bergstraße, ein Nebeneingang an der Ackerstraße, weshalb er gerne als grüne Durchwegung genutzt wird. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude befindet sich seit 2022 das Café Lisbeth mit wechselnden Kulturangeboten.

  • Georgen-Parochial Friedhof I, Greifswalder Straße 229 in Berlin-Prenzlauer Berg

    Der Georgen-Parochial Friedhof I wurde 1813 vor dem Königstor auf einem ehemaligem Weinbergsgelände angelegt.

    Alte Baumbestände, beeindruckende Erbbegräbnisse und kunstvoll gestalteten Gittergrabfelder sind auf dem denkmalgeschützten Friedhof zu finden. Eine lehrreiche Dauerausstellung erklärt die Grabsymbolik und Friedhofskultur des 19. Jahrhunderts. Seit 2021 gibt es im ehemaligen Blumenladen das Café Nonna.

Ergebnisse der Online-Umfrage

Zeitraum der Umfrage Juni bis September 2024, Ort www.meinkiez-meinfriedhof.berlin.de, Teilnehmendenzahl 120

Die besten Bilder zu Berliner Friedhöfen aus 2021-2023